1. Überschrift
„Arbeitszeugnis“ oder einfach „Zeugnis“, beim laufenden Arbeitsverhältnis „Zwischenzeugnis“, bei Azubis „Ausbildungszeugnis“.
2. Einleitung
Name, gegebenenfalls Titel, Zeitraum und Position: „Herr Jan Beispiel war vom 01.04.2021 bis zum 30.09.2026 in unserem Unternehmen als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik tätig.“ Das Geburtsdatum gehört nur mit Einverständnis hinein.
3. Unternehmen und Tätigkeiten
Ein Satz zum Betrieb hilft Lesern, die ihn nicht kennen. Danach die wesentlichen Aufgaben, wichtigste zuerst, als Aufzählung oder Fließtext. Hier entscheidet sich, ob das Zeugnis aussagekräftig ist. Beschreiben Sie Verantwortung, Umfang und Werkzeuge, zum Beispiel „Termin- und Einsatzplanung für zwölf Monteure“ statt nur „Planung“.
4. Leistung
In dieser Reihenfolge, je ein bis zwei Sätze:
- Fachwissen und Weiterbildung
- Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit
- Arbeitsweise: Sorgfalt, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit
- Arbeitsergebnisse und gegebenenfalls besondere Erfolge
- Führung, wenn die Person Mitarbeitende angeleitet hat
- Zusammenfassender Satz, zum Beispiel „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ für gut
Welche Formulierung für welche Note steht, zeigt die Noten-Tabelle zur Zeugnissprache. Halten Sie die Noten in sich stimmig: Ein Zeugnis mit „sehr gut“ im Kernsatz und „befriedigend“ beim Fachwissen wirft Fragen auf.
5. Verhalten
„Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen sowie Kunden war stets vorbildlich.“ Vorgesetzte zuerst nennen, sonst wird das als Hinweis auf Konflikte gelesen.
6. Schluss
Grund des Ausscheidens, zum Beispiel „auf eigenen Wunsch“, und eine Schlussformel mit Bedauern, Dank und guten Wünschen. Einen Rechtsanspruch auf Dank gibt es nicht, ein fehlender Dank wird aber negativ gelesen. Details: Schlussformel.
7. Ort, Datum, Unterschrift
Datum ist üblicherweise der letzte Arbeitstag. Unterschrift mit Name und Funktion durch eine ranghöhere Person, ohne „i. A.“.
Typische Fehler
- Krankheiten, Fehlzeiten, Betriebsratstätigkeit oder Abmahnungen erwähnen
- Versteckte Codes, siehe Geheimcodes im Arbeitszeugnis
- Selbstverständliches hervorheben, etwa nur die Pünktlichkeit loben
- Tätigkeitsbeschreibung zu knapp für die Dauer der Beschäftigung
Der Arbeitszeugnis-Generator baut diesen Aufbau aus Ihren Angaben und prüft genau diese Punkte vor dem Download.